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Peugeot 908 HDi FAP
Erneuter Doppelsieg von Peugeot im ILMC
Sarrazin/Montagny/Lamy triumphieren in Road Atlanta
Zweiter Doppelsieg im Intercontinental Le Mans Cup
Peugeot baut Führung in der Hersteller-Wertung aus
Drei Wochen nach dem Saisonauftakt des neuen Intercontinental Le Mans Cups (ILMC) in Silverstone bleibt Peugeot weiter ungeschlagen.
Beim amerikanischen Langstrecken-Klassiker "Petit Le Mans" in Road Atlanta feierten die beiden Peugeot 908 HDi FAP mit den Besetzungen Stéphane Sarrazin (F)/Franck Montagny (F)/Pedro Lamy (P) und Anthony Davidson (GB)/Alexander Wurz (A)/Marc Gené (E) einen Doppelsieg. Damit ist Peugeot vor dem dritten und letzten Lauf der neuen Sportwagen-Serie im chinesischen Zhuhai (6. bis 7. November) mit 36 Zählern Vorsprung in der Hersteller-Wertung der Titelfavorit.
 
Von der Pole-Position gestartet
 
Im Qualifying hatte Anthony Davidson die Pole-Position im Peugeot "07" errungen. Sein Teamkollege Marc Gené hatte bei sommerlichen Temperaturen einen guten Start und blieb an der Spitze des Feldes. Hinter ihm lieferten sich Franck Montagny im Schwesterauto und Allan McNish (Audi) ein spannendes Duell. In der elften Runde übernahm Montagny die Führung, in der Folge wechselten sich der Audi "7" und der Peugeot "08" mehrfach an der Spitze ab, da beide Fahrzeuge unterschiedliche Boxenstopp-Strategien verfolgten und das Rennen durch insgesamt neun Safety-Car-Phasen unterbrochen wurde.
 
Der Langstrecken-Klassiker "Petit Le Mans" stellte die Peugeot-Piloten vor eine große Herausforderung: In Road Atlanta waren nicht weniger als 45 Fahrzeuge an den Start gegangen. "Es galt, beim Überrunden keine Risiken einzugehen", erklärte Alexander Wurz. "Wir haben etwa alle 90 Meter ein anderes Fahrzeug überholt. Man musste sich extrem konzentrieren und vorsichtig sein."
 
Die Entscheidung fiel, als kurz vor der siebten Stunde des Rennens der Audi einen unplanmäßigen Boxenstopp einlegen musste. Dadurch konnten beide Peugeot 908 HDi FAP die Führung übernehmen und nach dem Triumph in Silverstone im September den zweiten Doppelsieg im Intercontinental Le Mans Cup sichern.
 
Mit einer Renndistanz von knapp über neun Stunden war die 13. Auflage des "Petit le Mans"-Rennens die schnellste der Geschichte. Für Stéphane Sarrazin und Franck Montagny war es der zweite Sieg in Road Atlanta in Folge.
 
"Wir hatten eine sehr gute Strategie. Abgesehen von einem leichten Schaden an der Karosserie als Folge eines der vielen Überholmanöver hatten wir keine technischen Defekte", so das Fazit von Bruno Famin, dem Technischen Direktor von Peugeot Sport. "Das Team hat einen unglaublich guten Job gemacht, außerdem sind alle Fahrer sehr gut mit dem dichten Verkehr klar gekommen. Wir haben unser Ziel im ILMC zwar noch nicht erreicht, aber wir sind ihm sehr nahe. Wir müssen in Zhuhai nur mit einem Fahrzeug ins Ziel kommen um die Meisterschaft zu gewinnen."