100 Jahre Erfolg
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RALLYE
Peugeot holt acht Weltmeister-Titel
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagert Peugeot das Gewicht auf den Rallye-Sport. Zum internationalen Profil des Unternehmens tragen vor allem die Modelle 404 und 504 bei: Zbigniew Nowicki, Bert Shankland, Ove Andersson und Jean-Pierre Nicolas gewinnen zwischen 1963 und 1978 sechsmal die Safari-Rallye in Kenia. 1981 gewinnt die Peugeot-Tochter Talbot mit Guy Fréquelin und Jean Todt den Markentitel in der Rallye-WM. Beifahrer Todt setzt seine erfolgreiche Karriere später als Peugeot Teamchef fort.
Der Siegeszug des legendären 205 Turbo 16 beginnt 1984: In nur zweieinhalb Jahren erzielt Peugeot 16 Siege, zwei Marken-WM-Titel und je ein Fahrer-Championat mit Timo Salonen und Juha Kankkunen. Nach dem Verbot der Gruppe B setzt Peugeot das Konzept bei Wüstenrallyes und beim Pikes-Peak-Bergrennen weiter erfolgreich ein. Ari Vatanen und Juha Kankkunen siegen 1987 beziehungsweise 1988 mit dem 205 T16 bei der Rallye Dakar, mit dem Nachfolgemodell 405 T16 gewinnt Vatanen 1989 und 1990 noch zwei weitere Male den Wüstenklassiker.
 
Ab 1999 engagiert sich Peugeot wieder in der Rallye-WM und ist neben Ford der einzige Hersteller, der sowohl dort als auch in der Formel 1 antritt. Insbesondere das Rallye-Engagement trägt reiche Früchte: Zwischen 2000 und 2002 schafft das Team aus Vélizy den Hattrick in der Marken-WM, bei den Fahrern ist Marcus Grönholm im Peugeot 206 WRC in den Jahren 2000 und 2002 erfolgreich. Der 206-Nachfolger 307 WRC steuert ebenfalls seinen Anteil an den insgesamt 27 WM-Siegen bei, den die Marke zwischen 1999 und der Abschiedsaison 2005 einfährt.
 
Ganz brach liegt der Rallyesport aber trotz des Rückzugs aus der WM nicht. Für den Kundensport entwickelt Peugeot Sport den 207 S2000, der seit 2007 mehrere Titelgewinne in der Intercontinental Rally Challenge einfährt.