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Peugeot 908
Diesel-Sportwagen gewinnt mit Sieg vorzeitig den Titel
Peugeot holt erneut Hersteller-Wertung des ILMC
Fünfter Saisonsieg im sechsten Rennen
Hattrick beim „Petit Le Mans“
Dank des Sieges beim vorletzten Saisonlauf des Intercontinental Le Mans Cups (ILMC) in Road Atlanta gewinnt Peugeot zum zweiten Mal in Folge die Hersteller-Wertung in der weltweit bedeutendsten Sportwagen-Meisterschaft. Franck Montagny (F), Stéphane Sarrazin (F) und Alexander Wurz (A) gewinnen den US-amerikanischen Langstreckenklassiker "Petit Le Mans" im Peugeot 908 souverän mit fünf Runden Vorsprung. Damit ist der Löwenmarke vor dem Saisonfinale am 13. November in Zhuhai (China) der Titel in der Marken-Wertung nicht mehr zu nehmen.
Für Peugeot war es der dritte Sieg in Folge beim 1.000-Meilen-Rennen auf dem spektakulären Kurs in Road Atlanta und nach Sebring, Spa-Francorchamps, Imola und Silverstone der fünfte Triumph in den bisherigen sechs Saisonläufen. "Unser Ziel war es, den Titel zu gewinnen und das haben wir erreicht", sagt Bruno Famin, der Technische Direktor von Peugeot Sport. "Bis zum Unfall des besten Audi gab es einen spannenden Kampf um die Führung. Danach kam es vor allem darauf an, keine Fehler zu machen. Wir können nun ohne Druck zum Finale in Zhuhai reisen. Dort wollen wir erneut gewinnen."
 
Der erste Teil des 1.000-Meilen-Rennens wurde vor allem durch zahlreiche Safety-Car-Phasen geprägt. Die beiden Peugeot 908 nutzten den zweiten Einsatz des Sicherheitsfahrzeugs für Tankstopps. Da die Piloten beim Verlassen der Boxengasse die rote Ampel übersahen, mussten sie danach jeweils eine einminütige Strafe absolvieren. Die beiden Diesel-Sportwagen fielen dadurch auf die Ränge 15 und 16 zurück, doch dank einer starken Aufholjagd kämpften sie sich wieder zurück an die Spitze des Feldes. Nachdem der bestplatzierte Audi bei einem Überrundungsmanöver mit einem GT-Fahrzeug kollidierte und ausschied, fuhr der Peugeot 908 mit der Startnummer "8" souverän zum Sieg. Das von der Pole-Position gestartete und von Anthony Davidson (GB), Sébastien Bourdais (F) und Simon Pagenaud (F) pilotierte Schwesterfahrzeug mit der Nummer "7" schied wegen eines Defektes an der Kraftübertragung vorzeitig aus. Es war der erste Ausfall eines Peugeot 908 bisher. Dennoch gelang der Löwenmarke dank des zweiten Platzes des vom Team Oreca eingesetzten Peugeot 908 HDi FAP in Road Atlanta ein Doppelsieg. Das Vorgängermodell des aktuellen Peugeot 908 wurde von den Werkspiloten Marc Gené (E) und Nicolas Minassian (F) sowie Nicolas Lapierre (F) pilotiert.