Erfolge
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Peugeot bei der Rallye Dakar: Abenteuer-Feeling
Sechs Starts, fünf Siege. So kurz und eindrucksvoll könnte man das Dakar-Engagement von Peugeot resümieren. Doch damit würde man all die unerwarteten – und zum Teil schlicht unglaublichen – Ereignisse außer Acht lassen, die das Team Peugeot in den Jahren 1987 bis 1990 und seit dem Comeback 2015 erlebt hat.
1. Januar 1987. Alles ist bereit, damit die erste Teilnahme von Peugeot an der Rallye "Paris-Algier-Dakar" zu einer Demonstration der Stärke wird. Ari Vatanen steht mit einem 205 Turbo 16 mit der vielsagenden Nummer 205 am Start. Ein ideales Szenario, um die Farben des magischen Modells der Marke gebührend zur Geltung zu bringen. Doch der 205 kommt stark beschädigt aus dem Prolog in Cergy-Pontoise und der Star des Peugeot-Teams rangiert im Klassement auf... Platz 274! Noch bevor es auf afrikanischen Boden geht, zeigt die Dakar einem mit den Unwägbarkeiten einer Rallye doch durchaus vertrauten Team ihr wahres Gesicht. Einige Tage später erhält der in Führung liegende Shekhar Mehta eine weitere Bestätigung dieser Tatsache, als unerklärliche Motorprobleme den 205 T16 einbremsen. Glücklicherweise springt Ari Vatanen dank einer fantastischen Aufholjagd in die Bresche und führt Peugeot nach 13.000 km zum ersten Sieg in Dakar.

Auch 1988 bestätigt sich, dass der Ablauf der berühmtesten Marathonrallye schlicht unvorhersehbar ist. Während alle Hoffnungen von Peugeot auf den beiden 405 T16 ruhen, werden die Pläne des Teamchefs Jean Todt durch einen unglaublichen Zwischenfall durchkreuzt. Nach 13 Etappen kommt Ari Vatanen als Gesamtführender nach Bamako, doch in der Nacht verschwindet sein 405 T16 aus dem Biwak! Das Auto wird zwar wieder aufgefunden, aber es ist zu spät... Der Finne wird disqualifiziert und der Sieg geht an den Teamkollegen Juha Kankkunen mit seinem 205 T16, der eigentlich als Wasserträger im Rennen war!

Der 405 T16 Grand Raid hat trotzdem Erfolg. Bei der Dakar 1989 liefern sich die beiden Stallgefährten Ari Vatanen und Jacky Ickx vom Start weg ein erbarmungsloses Duell. Um den Erfolg von Peugeot nicht aufs Spiel zu setzen, beschließt der Teamchef in Gao, dem Kampf des Duos durch das Werfen einer Münze ein Ende zu setzen. Vom Schicksal dazu bestimmt, geht der Sieg an Ari Vatanen... trotz zweier Überschläge.

1990 erlebt der Finne zwischen Niamey und Gao, als er die Rallye mit zwei Stunden Vorsprung anführt, eine ausgesprochen bewegte Etappe. Auf diesem Teilstück, auf dem die Navigation im Vordergrund steht, ist sein Beifahrer unpässlich und sein Kompass defekt und zu allem Überfluss fährt Ari noch gegen einen Baum, der ein großes Loch in die Karosserie seines 405 reißt! Doch der Finne bewahrt einen kühlen Kopf und so kann Peugeot letztendlich seinen vierten Sieg in Folge verbuchen.
 
2015 kehrt Peugeot mit dem 2008 DKR zur Rallye Dakar zurück, die seit 2009 in Südamerika ausgetragen wird. Die Löwenmarke setzt auf ein ungewöhnliches Konzept: einen V6-Diesel mit zwei Turboladern und Zweiradantrieb. Im Lehrjahr fährt Rekordsieger Stéphane Peterhansel regelmäßig Top-10-Zeiten, am Ende belegt er den elften Rang.
 
Von den im Comebackjahr gemachten Erfahrungen profitiert Peugeot in der 2016er-Auflage der härtesten Rallye weltweit. Der überarbeitete Peugeot 2008 DKR ist das Maß der Dinge: Auf den 13 Etappen gelingen insgesamt neun Bestzeiten. Sowohl Stéphane Peterhansel als auch seine Markenkollegen Carlos Sainz und Sébastien Loeb führen die Rallye zwischenzeitlich an. Nach 9.500 Kilometern fährt "Peter" zu seinem zwölften Gesamtsieg. Neuling Loeb wird am Ende mit vier Bestzeiten Gesamtneunter.
 
Der brandneue Peugeot 3008 DKR von Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Sébastien Loeb/Daniel Elena und Cyril Despres/David Castera beendete die 9.000 Kilometer lange Rallye Dakar 2017 durch Paraguay, Bolivien und Argentinien auf den Plätzen eins, zwei und drei. Damit hat Peugeot passend zur Markteinführung des neuen SUV Peugeot 3008 den sechsten Gesamtsieg bei der berühmten Marathonrallye errungen.