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Reports
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Peugeot-Doppelführung zum Ruhetag der Dakar
Nach sechs harten Etappen erreichte das Team Peugeot Total als Spitzenreiter den Ruhetag der Rallye Dakar in der bolivianischen Metropole La Paz. Die beiden Peugeot 3008 DKR Maxi von Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret und Carlos Sainz/Lucas Cruz belegen die ersten beiden Plätze mit einem Vorsprung von 1:20 Stunden vor dem nächsten Verfolger. Doch noch liegen zwei Drittel der Strecke vor ihnen.
EIN EINDRUCKSVOLLES ERGEBNIS
An den ersten sechs Tagen der Rallye hat der Peugeot 3008 DKR Maxi mit vier Tagessiegen sein Potenzial demonstriert (WP2 mit Depres/Castera, WP4 Loeb/Elena, WP 5 Peterhansel/Cottret und WP6 Sainz/Cruz). Dreimal (WP2, WP4 und WP6) lagen zwei Peugeot in der Tageswertung vorn, zweimal (WP2 und WP4) feierte Peugeot einen Dreifachsieg auf der Etappe. Das Team führt die Rallye seit der zweiten Wertungsprüfung an.

AN DER SPITZE

Das erfahrene Duo Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret absolvierte den ersten Teil der Dakar mit einer eindrucksvollen Konstanz. Auf fünf der sechs bislang gefahrenen Prüfungen lagen sie unter den besten Drei. Sie übernahmen am dritten Tag die Führung, gaben sie seitdem nicht mehr ab und führen mit einem Vorsprung von 27 Minuten vor ihren Teamkollegen Sainz/Cruz.
 
SCHRITT FÜR SCHRITT
Nach einem Zeitverlust am ersten Tag haben sich Carlos Sainz/Lucas Cruz im Laufe der Woche immer weiter nach vorn gekämpft. Ihr Höhepunkt war der Etappensieg auf WP6. Sie profitierten von der Zuverlässigkeit des Peugeot 3008 DKR Maxi und belegen am Ruhetag einen starken zweiten Platz mit 53 Minuten Vorsprung vor dem Drittplatzierten.
 
ERSTE FÜHRENDE
Das erste Peugeot-Team, das die Führung übernehmen konnte, waren Cyril Despres/David Castera. Sie fuhren eine fantastische Rallye, bis sie mit ihrem Peugeot 3008 DKR Maxi am vierten Tag bei Kilometer 180 einen losen Felsbrocken trafen, der die rechte Hinterachse beschädigte. Durch diesen Zwischenfall verloren sie viel Zeit auf der Prüfung, kassierten viele Strafstunden für Verspätungen auf der Verbindungsetappe und mussten so ihren Traum vom Sieg begraben. Die beiden ehemaligen Motorradpiloten setzen jedoch die Rallye fort und sind bereit, ihre Teamkollegen zu unterstützen, wenn dies nötig ist.
 
PECH FÜR LOEB/ELENA
Sébastien Loeb/Daniel Elena mussten nach der fünften Etappe von San Juan de Marcona nach Arequipa aufgeben. Ihr Peugeot 3008 DKR Maxi fiel in ein Loch auf einer Düne, durch den Aufprall erlitt Beifahrer Daniel Elena eine Fraktur des Steißbeins und konnte die Rallye nicht fortsetzen. Am Tag zuvor hatten Loeb/Elena überzeugend die vierte Etappe mit den anspruchsvollsten Sandpisten der Dakar in Südamerika gewonnen und den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegt.
 
UNRUHIGER RUHETAG
Obwohl er "Ruhetag" genannt wird, war der wettbewerbsfreie Freitag ein Tag mit vielen Aktivitäten für das Team Peugeot Total. Die Mechaniker nutzten die Zeit, um die drei verbliebenen Peugeot 3008 DKR Maxi für die letzte Rallye-Woche vorzubereiten. Ihre akribische Arbeit ist besonders wichtig, da am Samstag und Sonntag die Marathonetappe ausgetragen wird, bei der kein Service erlaubt ist.

NOCH EIN WEITER WEG

In diesem Jahr findet der Ruhetag nicht zur Halbzeit der Rallye statt, sondern schon nach sechs der insgesamt 14 Etappen. Obwohl bereits 1.463 Wettbewerbskilometer gefahren sind, liegen weitere 2.826 Kilometer vor den Teams. In anderen Worten: 66 Prozent der Dakar müssen noch absolviert werden.
 
DIE ZAHLEN DER WOCHE
Maximale Geschwindigkeiten:
195,9 km/h (Despres/Castera, WP3)
195,7 km/h (Sainz/Cruz, WP3)
195,3 km/h (Peterhansel/Cottret, WP3)
194,7 km/h (Loeb/Elena, WP3)
Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit: 108 km/h (Sainz/Cruz, WP6)
Höchste Außentemperatur: 32 (WP3)
Niedrigste Außentemperatur: 6 (WP6)
Maximale Höhe: 4.732 Meter (WP6)
 
GESAMTERGEBNIS NACH 6 VON 14 ETAPPEN
 
1. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 3008 DKR Maxi, 16:25.02 Std.
2. Carlos Sainz/Lucas Cruz, Peugeot 3008 DKR Maxi, +27.10 Min.

3. Bernhard Ten Brinke/Michel Perin, Toyota, +1:20.41 Std.
4. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel, Toyota, +1:24.20 Std.
5. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Toyota, +1:35.59 Std.
6. Jakub Przygonski/Tom Colsoul, Mini, +2:25.16 Std.
7. Martin Prokop/Jan Tomanek, Ford, +2:25.52 Std.
8. Sheikh Khalid Al-Qassimi/Xavier Panseri, Peugeot 3008 DKR, +2:29.06 Std.
9. Eugenio Amos/Sebastien Delaunay, Buggy, +2:30.58 Std.
10. Patrick Sireyjol/François-Xavier Beguin, Buggy, +3:25.35 Std.
45. Cyril Despres/David Castera, Peugeot 3008 DKR Maxi, +41:32.41 Std.
 
STIMMEN AUS DEM BIWAK
 
Bruno Famin, Direktor Peugeot Sport, Teammanager Peugeot Total

"Nach dem ersten Teil der Rallye sind wir in einer guten Position, auch wenn die Situation anders ist, als wir vor dem Start erwartet hatten. Wir hatten gedacht, dass wir mit unseren vier Autos Nasser Al-Attiyah jagen würden. Stattdessen liegen wir mit zwei Peugeot 3008 DKR Maxi komfortabel vorn und unsere drei Rivalen sind hinter uns. Natürlich ist es besser, in Führung zu sein, aber mit nur zwei Autos, die um den Sieg kämpfen und noch zwei Dritteln der Rallye vor uns, können wir nicht entspannt sein. Bei Marathonrallyes gibt es immer Risiken – und bei der Dakar 2018 ganz besonders."
 
Stéphane Peterhansel, Peugeot 3008 DKR Maxi, Nr. 300, 1. Gesamt
"Nach den ersten sechs Etappen können wir ein positives Zwischenfazit ziehen. Wir hatten eine ziemlich unkomplizierte Woche. Der beste Tag war Mittwoch, als wir WP5 gewonnen haben. Wir sind natürlich sehr zufrieden, aber wir haben bisher nur ein Drittel der Distanz absolviert. Und wir wissen, dass beispielsweise in Belen und Fiambala noch einige komplizierte Prüfungen kommen. Es kann noch viel passieren, denn die vor uns liegenden Strecken sind vielfältig. Bis jetzt gab es sehr viele Dünen und dort lief es sehr gut für uns. Jetzt sind wir in Bolivien und werden einen ganz anderen Typ Prüfungen erleben."

Carlos Sainz, Peugeot 3008 DKR Maxi, Nr. 303, 2. Gesamt

"Die erste Woche war ganz schön knifflig. Vielleicht ein bisschen zu schwierig, vor allem für die Privatiers, die wirklich kämpfen mussten. Trotzdem bin ich glücklich über den zweiten Platz und den Tagessieg am Donnerstag. Es ist noch immer möglich, um den Sieg zu kämpfen. Der Peugeot 3008 DKR Maxi war sehr konkurrenzfähig. Auf der Marathonprüfung am Samstag und auf den Prüfungen in Belen und Fiambala, die ebenfalls noch vor uns liegen, kann viel passieren. Mein Hauptziel ist, das Auto sicher jeden Abend ins Biwak zu bringen."
 
Cyril Despres, Peugeot 3008 DKR Maxi Nr. 308, 45. Gesamt
"Wir hatten einen guten Start in die Woche. Wir haben den ersten Etappensieg für einen Peugeot 3008 DKR Maxi bei dieser Rallye geholt und haben geführt. Der Gedanke, eine wirklich lange und harte Dakar mit vielen Offroadpassagen zu fahren, hat uns begeistert. Leider sind wir zurückgefallen, als es wirklich gut lief. Bei 17 Dakar-Teilnahmen auf dem Motorrad habe ich nie einen Stein getroffen. Ich kannte den Schaden, den sie anrichten können und habe ich sie immer vermieden. Dies war ein Felsen, den man nicht sehen konnte und wir haben ihn an der falschen Stelle erwischt. Mein eigener Kampf um den Sieg war damit vorüber. Aber Peugeot hat mir so viel gegeben, seitdem ich vom Motorrad ins Auto gewechselt bin, deshalb haben wir alles gegeben, um unseren Peugeot 3008 DKR Maxi ins Biwak zu bringen. Das war der härteste Persönlichkeitstest, den ich jemals im Marathonrallye-Sport erleben habe. David und ich haben viel Energie in diese Rallye gesteckt. Aber wir sind noch immer im Rennen, und das ist das einzige, was zählt. Es sind nur noch zwei der vier Peugeot 3008 DKR Maxi im Kampf um den Sieg und wir sind bereit, unsere Teamkollegen als loyale Sherpas zu unterstützen."
 
WUSSTEN SIE, DASS...
 
... die Groupe PSA plant, bis 2021 insgesamt 16 neue Modelle auf dem südamerikanischen Markt vorzustellen? Darunter sind auch einige neue Nutzfahrzeuge.
 
WIE GEHT ES WEITER?
 
Am Samstag führt die siebte Etappe der Dakar als erster Teil der Marathonetappe über insgesamt 726 Kilometer (darunter 425 Kilometer WP) von La Paz nach Uyuni. Die anspruchsvolle Etappe enthält auch 60 Kilometer Dünen und Wüste in Bolivien. Vor den Teilnehmern liegt ein langer Tag, denn sie dürfen abends nicht die Hilfe der Servicecrews im Biwak in Uyuni in Anspruch nehmen.